News

Seit der Saison 2011/12 feiert die Schachbundesliga mit einer zentralen Runde den Auftakt oder das Ende einer Spielzeit. Den Beginn machte Mülheim vor sechs Jahren. Es folgte Schwetzingen in der Saison 2012/13, Eppingen in der Saison 2013/14, bevor Berlin die Saison 2016/17 beschließen wird. Wir blicken auf die drei vorherigen Veranstaltungen zurück und auf die kommende Veranstaltung voraus.

In der Saison 2011/12 fand zum ersten Mal in der Geschichte der Schachbundesliga eine zentrale Runde mit allen Mannschaften statt. Der SV Mülheim Nord feierte mit der Organisation dieser Veranstaltung sein 80-jähriges Vereinsjubiläum. Vom 14. bis 16. Oktober 2011 fanden die ersten drei Runden in der RWE-Sporthalle statt. Zahlreiche Schachfans kamen nach Mülheim, um die besten Spieler der Liga hautnah zu erleben.

Ein besonderer Höhepunkt war das Simultan der inzwischen verstorbenen Schachlegende Viktor Kortschnoi. Unvergessen wie der damals 80-jährige gegen 25 Gegner über mehrere Stunden seiner Leidenschaft nachging. Dieses schöne Video erinnert an das Simultan und an Viktor Kortschnoi.

In der Saison 2012/13 organisierte der SV Hockenheim eine zentrale Endrunde unter dem Motto „Königliches Spiel in kurfürstlichem Ambiente“. Vom 5. bis 7. April 2013 fanden die Runden 13 bis 15 im Schloss Schwetzingen statt. Der ambitionierte Verein aus dem Rhein-Neckar-Kreis warb gleich im zweiten Jahr seiner Budesligazugehörigkeit mit diesem Event der Extraklasse für den Schachsport. Sportlich feierte die OSG Baden-Baden ihren achten Meistertitel in Schwetzingen.

Baden Baden

Wie in Mülheim sorgte eine Legende mit einem Simultan für besondere Aufmerksamkeit. Der 12. Weltmeister der Schachgeschichte, Anatoli Karpow, der für den SV Hockenheim in der SBL aktiv ist, gab sich die Ehre. Unter seinen Gegnern befanden sich ein ehemaliger Bundesliga-Trainer und ein Raumfahrt-Tourist.

Video: Anatoli Karpov begeistert in Schwetzingen

Der SC Eppingen feierte mit der zentralen Endrunde der Saison 2013/14 sein 60-jähriges Vereinsjubiläum. Die Kraichgauer, die jahrelang zu den Spitzenteams der Liga gehörten, sorgten in der Hardwaldhalle für ein tolles Ambiente. Vom 4. bis 6. April 2014 waren die Kämpfe der SBL hervorragend besucht. Ein besonderer Höhepunkt war die Autogrammstunde am zweiten Tag mit den Stars der OSG Baden-Baden.

Levon Aronian Autogramm

Auch in Eppingen gab sich eine Schachlegende die Ehre. Dr. Robert Hübner trat in eine Uhrensimultan gegen zwölf Gegner an und bewies mit zwölf Siegen seine immer noch vorhandene Spielstärke.

Robert Hübner

Einen ausführlichen Bericht zur zentralen Endrunde in Eppingen können Sie unter dem folgenden Link nachlesen.

Nach diesen drei zentralen Runden steht nun die zentrale Endrunde in Berlin auf dem Programm. Vom 29. April bis 01 Mai 2017 finden die Runden 13 bis 15 der Saison 2016/17 im Hotel Maritim im Zentrum der deutschen Hauptstadt statt. Die Zuschauer dürfen ein ähnliches Programm wie in der Vergangenheit erwarten und zum ersten Mal ist die Frauenbundesliga mit allen Teams vor Ort.

Sportlich besteht die Hoffnung, dass mit der OSG Baden-Baden, dem Titelfavoriten, und der SG Solingen, dem amtierenden Meister, zumindest zwei Teams bis zum Schluss um die deutsche Meisterschaft kämpfen werden. Idealerweise wird in der 14. Runde der Kampf um den Titel in der Schachbundesliga im direkten Aufeinandertreffen der beiden Giganten entschieden.